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Qualität im niedergelassenen Bereich


Qualität gewinnt im Gesundheitswesen immer mehr an Bedeutung. Eine Befragung der sozialen Krankenversicherungsträger brachte das Ergebnis, dass gerade Qualitätsindikatoren für die Diagnosen Diabetes Mellitus Typ 2 und Herzinfarkt weiter forciert werden sollen. Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde der Versuch unternommen, mit Hilfe der Zusammenführung von Abrechnungsdaten mit vorliegenden und abgestimmten medizinischen Leitlinien auf die Qualität der Behandlung zu schließen. Die Schwierigkeit lag dabei insbesondere darin, zu selektieren, welche Daten für eine Schlussfolgerung auf die Qualität geeignet sind. In der Pilotphase wurden Daten aus den Bereichen ärztliche Kontakte, Medikation, Labor sowie stationäre Aufenthalte ausgewertet.

Im Rahmen des Projektes wurden in Kooperation mit LEICON die Einsatzmöglichkeiten von Abrechnungsdaten für die Ermittlung der Prozessqualität erprobt. Es wurden Qualitätsindikatoren (z.B. Anteil der Diabetikerinnen/Diabetiker mit Augenhintergrunduntersuchung) ermittelt, die in weiterer Folge zu einem Gesamtindex zusammengeführt werden sollen. Das am Beispiel Diabetes entwickelte Instrument zur Qualitätsbeurteilung soll in einem weiteren Schritt auf seine Praxistauglichkeit bzw. Aussagekraft getestet werden. Ziel ist es, Abweichungen des Behandlungsverhaltens der Ärztinnen und Ärzte von den Behandlungsleitlinien in der Diabetikerversorgung standardisiert aufzuzeigen, um anschließend Maßnahmen zur Verbesserung zu setzen. Unter Berücksichtigung der ersten Auswertungsergebnisse wurden die dazugehörigen Grenzwerte für Auffälligkeiten definiert.

Die Konzeption und Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Projektteam LEICON (NÖGKK, OÖGKK).