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Integrierte Versorgung von Kindern und Jugendlichen


Im letzten Jahrzehnt ist in den Industrieländern eine erkennbare Verschiebung von den vormals bedeutsamen (Infektions-)Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen hin zu chronischen Erkrankungen sowie Entwicklungsbeeinträchtigungen zu beobachten. Beinahe bei allen an Bedeutung gewinnenden Krankheitsbildern liegt der Ursprung ihrer Entstehung in einem sehr frühen Lebensalter. Dieser Trend zu „neuen Kinderkrankheiten“ gemeinsam mit der Bedeutung der frühen Lebensphasen in Bezug auf Gesundheit hat einen Paradigmenwechsel in einigen Bereichen in Form einer stärkeren Orientierung auf die Zielgruppe Kinder und Jugendliche erkennen lassen.


Aufgrund dieser Entwicklungen zeigt sich die Notwendigkeit neben präventiven und gesundheitsfördernden Maßnahmen entsprechend umfassende Versorgungs- und Betreuungsstrukturen zu schaffen. Vor allem im Bereich der Behandlung von Entwicklungsstörungen mit Psychotherapie, Logotherapie und Ergotherapie ist von einem Defizit an entsprechenden Versorgungsangeboten auszugehen. Zudem stellt die Erarbeitung adäquater, sektorenübergreifender Kooperations- und Kommunikationsstrukturen ein aktuelles Handlungsfeld dar.


Hier setzt das CCIV an und zielt durch die Aufbereitung der aktuellen Versorgungssituation, durch die Identifizierung von Verbesserungspotentialen in der Betreuung und Behandlung und durch die Entwicklung von unterstützenden Tools für die Praxis auf eine Optimierung der Versorgung von betroffenen Kindern und Jugendlichen. Durch ein frühzeitiges und passgenaues Vorgehen könnten neben der Vermeidung von Chronifizierung bzw. Etablierung von Störungen massive Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und das Gesundheitssystem verhindert bzw. minimiert werden.